Freitag, 9. September 2011

Nichts schützt besser als DryNites

Bettnässen (Enuresis) gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. In Österreich sind ca. 60.000 Kinder betroffen.

Bettnässen, med. Enuresis, bedeutet Einnässen im Schlaf an mindestens zwei Nächten pro Monat ab dem vollendeten 5. Lebensjahr. In Österreich leiden 60.000 Kinder, sprich 2 bis 3 pro Volksschulklasse darunter.Vor allem der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule ist ein großer Schritt in der kindlichen Entwicklung. Spätestens dann sollte das Problem in Angriff genommen werden. Fälschlicherweise werden häufig immer noch psychische Probleme oder Trotz als Ursache für Bettnässen vermutet. Für betroffene Kinder sind die „Unfälle“ im Schlaf äußerst unangenehm und können sich negativ auf deren Entwicklung auswirken. Deshalb sind bei den Eltern Einfühlungsvermögen und Pragmatik gefragt. Weder Eltern noch Kind sind an den nächtlichen Missgeschicken schuld. Ein Gespräch mit dem Kinderarzt kann weitere Möglichkeiten im Umgang mit Bettnässen aufzeigen.Bis eine angemessene Therapie gefunden ist und während einer Behandlung, sind DryNites® Pyjama-Unterhosen eine schnelle und praktische Hilfe. DryNites® sind angenehm weich, knistern nicht und sehen aus wie normale Unterhosen. Für Kinder die keine Pyjama-Unterhosen tragen wollen oder unregelmäßig einnässen gibt es jetzt neu DryNites® Bed Mats, ein Matratzenschutz mit dem das Bett sauber und trocken bleibt. So kann Ihr Kind zum Einschlafen wieder ganz entspannt Schäfchen zählen.Und Sie ebenfalls.Informationen über DryNites® & Anforderung einer Gratisprobe:







Expertenmeinung

Dr. med. Daniela Marschall-Kehrel

Dr. med. Daniela Marschall-Kehrel praktiziert als Urologin mit dem Schwerpunkt Kinderurologie und Bettnässen in Frankfurt am Main. Sie ist Präsidentin der Deutschen Enuresis Akademie e.V. Ihr Forschungsschwerpunkt und der Schwerpunkt ihrer urologischen Praxis ist die Enuresis (Bettnässen).
Frage: Dr. Marschall-Kehrel, wie gut wissen die Eltern der betroffenen Kinder in Deutschland über die Erkrankung ihres Kindes Bescheid?

Dr. med. Marschall-Kehrel:
Die meisten Eltern, deren Kind zum Beispiel bei Schulanfang noch einnässt, wissen gar nicht, dass es sich beim Bettnässen, wenn dies noch regelmäßig nach dem 5. Geburtstag, um eine behandlungsbedürftige Erkrankung handelt. Sie kommen häufi g viel zu spät zum Arzt. Sie hätten ihren Kindern viel Leid ersparen können, wenn sie früher gekommen wären.

Frage: Warum nässen auch ältere Kinder das Bett ein?

Dr. med. Marschall-Kehrel:
Wir wissen heute, dass nächtliches Bettnässen eine Entwicklungsverzögergerung bzw. -störung ist. Wir unterscheiden zwischen der primären Enuresis und der sekundären Enuresis. Erstere bezeichnet das nächtliche Einnässen während des Schlafes bei gesunden Kindern im Alter ab fünf Jahren, die mindestens zwei nasse Nächte pro Monat haben und noch nie länger als sechs Monate trocken gewesen sind. Seelische Probleme sind bei der primären Enuresis in den seltensten Fällen die Ursache für das Einnässen. Als sekundäre Enuresis bezeichnet man das erneute Einnässen nach einer Trockenphase von mehr als sechs Monaten. Diese Form ist oftmals auf psychische Probleme des Kindes, zum Beispiel bei einer Scheidung der Eltern oder bei der Geburt eines Geschwisterkindes, zurückzuführen.

Frage: Wie sollten Familien mit der Situation umgehen, wenn jede Nacht der Schlafanzug und das Bettzeug nass sind?

Dr. med. Marschall-Kehrel:
Ein schnelles Hilfsmittel, um Stress aus der Familie herauszunehmen, ist das Tragen von Pyjamahöschen. Diese helfen das Bett trocken zu halten. Aber Pyjamahöschen führen nicht zur Lösung des Problems Bettnässen. Ein Arztbesuch und ggf. eine vernünftige Therapie der Enuresis ist ab dem fünften Lebensjahr dringend empfohlen.
Frage: Welchen Vorteil haben die Pyjamahöschen?
Dr. med. Marschall-Kehrel:
Der Vorteil der Pyjamahöschen ist es, dass sie wie Windeln das Bett trocken halten, aber nicht so aussehen, wie die herkömmlichen Windeln.
Denn größere Kinder möchten nicht mehr in Windeln schlafen – das war die Babyzeit, die Vergangenheit.
Mit solchen Höschen, die diskret unter dem Pyjama zu tragen sind, können die betroffenen Kinder auch mal bei Freunden übernachten, auf Klassenfahrt mitreisen oder ein Ferienlager besuchen.
Aber diese Höschen, die es auch für die größeren Kinder bis etwa zum 15. Lebensjahr gibt, haben auch einen wichtigen diagnostischen Zweck.
Für die Diagnose der Enuresis ist ein Blasentagebuch sehr wichtig. Im Blasentagebuch notieren die Eltern unter anderem auch, wieviel Urin das Kind des Nachts produziert. Hierfür sollten die bettnässenden Kinder nachts ein Pyjamahöschen anziehen, damit die Urinmenge ermittelt werden kann. Das Höschen wird vorher in trockenem Zustand gewogen und morgens, wenn es nass ist. Dann wird die Differenz errechnet. Diese Differenz, zu der noch das erste morgendliche Pipimachen in die Toilette hinzugezählt wird, entspricht der nächtlichen Urinmenge, die der kindliche Körper produziert – wobei 1 Gramm etwa 1 Milliliter entspricht.
Ein sorgsam geführtes Blasentagebuch ist für jeden Arzt ein unverzichtbares und sehr wichtiges Diagnoseinstrument.
Was sollten Eltern tun, deren Kinder nachts noch einnässen?
Dr. med. Marschall-Kehrel:
Hat das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet und nässt nachts häufi ger als zweimal im Monat das Bett ein, sollten die Eltern einen Arzt aufsuchen, der nach der Untersuchung die richtige Therapie auswählt. In den häufi gsten Fällen liegt eine nächtliche Urinüberproduktion vor.
Bei einem gesunden Menschen wird nachts die Urinbildung reguliert, indem der Körper das Antiwasserlasshormon ADH produziert. ADH verringert die Urinmenge. Bei den meisten nächtlichen Bettnässern ist diese Produktion gestört bzw. noch nicht voll entwickelt. Der ADH-Spiegel ist somit zu gering, die kindliche Blase kann die große Urinmenge nicht halten und leert sich dann unwillkürlich im Laufe der Nacht. Hier können zum Beispiel Tabletten mit dem Wirkstoff Desmopressin eingesetzt werden, die in der Regel sofort wirken. Über 13 Millionen Kinder wurden bisher weltweit erfolgreich therapiert.
Liegt aber eine Speicherstörung vor, dass heißt werden des nachts nur kleine Mengen Wasser gelassen und ist unter Umständen die Blase kleiner, als für das Alter des Kindes erwartet, dann muss anders behandelt werden.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind die Urotherapie (Empfehlung zu Trink-, Wasserlass- und Darmregulation) oder das Tragen einer Klingelhose, die wie ein Weckapparat funktioniert, sobald erste Tröpfchen in die Hose gehen.
Frage: Macht es Sinn, dass das Kind nach 17 Uhr nichts mehr trinkt?
Dr. med. Marschall-Kehrel:
Nein. Das kann gefährlich werden und ist nicht zielführend. Ganz im Gegenteil ist es für die Nierenfunktion ebenso wie für die Herz-Kreislaufund Hirnfunktion wichtig, dass ein Kind tagsüber ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.
Damit die Nieren hauptsächlich tagsüber Urin ausscheiden und nachts ihre Arbeit reduzieren können, ist es wichtig, dass schon ab dem Morgen über den Tag verteilt ausreichend getrunken wird. Kinder, die tagsüber ausreichend trinken – wir empfehlen 40 – 50 ml pro kg Körpergewicht – haben abends in der Regel keinen großen Durst mehr.
Erst eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte nichts mehr getrunken werden. Empfehlenswerte Getränke sind Wasser und Tee. Cola, Fanta und Säfte in größeren Mengen sollten wegen des Zuckergehaltes vermieden werden.

Der richtige Umgang mit Bettnässen



Das Wichtigste: geben Sie Ihrem Kind die Zeit die es braucht um dem Bettnässen zu entwachsen. Aber bestimmt möchten Sie auch wissen was man sonst noch dagegen tun kann. Je nach Ursache können sowohl einfache Verhaltensregeln als auch vom Fachmann verschriebene Medikamenten helfen.
Hier ein paar bedenkenswerte Lösungsansätze:
DryNites®
Mit DryNites® Pyjama-Unterhöschen bleiben Bett und Pyjama trocken. Sie sind auch dann eine wertvolle Hilfe, wenn es in der Therapiephase immer noch zum Einnässen kommen sollte. DryNites® sehen aus wie normale Unterwäsche, sind jedoch dezent und besonders saugfähig und verhelfen Ihrem Kind so zu einem erholsamen Schlaf.
Fortschrittskalender
Falls Sie eine Therapie begonnen haben, macht es Sinn gemeinsam mit Ihrem Kind einen Kalender über die trockenen und nassen Nächte zu führen. Wenn es eine bestimmte Zahl trockener Nächte geschafft hat, gibt es eine kleine, vereinbarte Belohnung. Hier gibt es den Fortschrittskalender.
Richtig Trinken
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind tagsüber reichlich trinkt. Bis 17 Uhr sollte es etwa 2/3 der gesamten Tagesmenge getrunken haben. Verweigern Sie einem durstigen Kind nie das Trinken! Vermeiden Sie besonders einige Stunden vor dem Schlafengehen koffeinhaltige und kohlensäurehaltige Getränke.
Trinktagebuch
Mit einem Trinktagebuch können Sie Ihrem Kind helfen zu verstehen, was es seinem Körper zuführt, während es wach ist. Und wie sich das Trinken auf das Bettnässen auswirkt.
Hier gibt es das Trinktagebuch
Zur Beachtung:
Belohnungen sind eine gute Methode gemeinsam mit dem Kind die Motivation zu erhöhen trocken zu werden.Trockene Nächte können jedoch in der Anfangsphase noch sehr dünn gestreut sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind in dieser Zeit nicht mutlos wird und die Motivation verliert - dann verfehlen die Belohnungen ihren Zweck.
Arbeiten Sie mit kleinen Belohnungen, die für das Kind etwas Wertvolles darstellen.
Belohnen Sie eher positives Verhalten als trockene Nächte - das ist langfristig erfolgversprechender.
Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind genügend und zur richtigen Zeit trinkt. Die empfohlene Flüssigkeitsmenge für Kinder liegt bei etwa 40 ml pro kg Körpergewicht pro Tag (bei einem 25 kg schweren Kind ist dies etwa 1 Liter), wobei etwa 2/3 der Menge vor 17 Uhr getrunken werden sollte. Geben Sie Ihrem Kind eine Trinkflasche mit Wasser oder Früchtetee mit in den Kindergarten bzw. in die Schule.
Training im Schlaf
Es gibt verschiedene Alarmgeräte auf dem Markt, die ein lautes Klingelgeräusch erklingen lassen, sobald sie feucht werden. Das Kind wird durch den Alarm geweckt und daran erinnert, dass es Zeit ist, aufs Klo zu gehen. Letztendlich wird das Kind so lernen, auf eine volle Blase während des Schlafs entsprechend zu reagieren und von selber aufzuwachen. Es gibt zwei Arten von Alarmgeräten: Klingelmatten, bei denen sich der alarmauslösende Sensor in der Matte befindet, auf der das Kind liegt, und Klingelhosen, bei denen sich der Sensor in der Unterwäsche befindet.
Medikamentöse Behandlung
Unter Umständen wird Ihr Arzt eine medikamentöse Behandlung empfehlen. Beispielsweise mit Desmopressin, das die Harnbildung in der Nacht verringert.
Blasentraining
Beim Blasentraining übt das Kind am Tag, den Harndrang so lange wie möglich zurückzuhalten, um so die Kapazität der Blase zu steigern. Ärzte empfehlen darüber hinaus ein so genanntes Sphinktertraining (Sphinkter = Schliessmuskel, in diesem Fall der Blase). Bei diesem sollen Kinder das Wasserlassen ein- oder mehrmals willentlich zu stoppen.
Alternative Therapien
Für bettnässende Kinder stehen den Eltern auch etliche alternative Therapien zur Verfügung wie Hypnotherapie, Akupunktur und Homöopathie.